Steuerlast deutscher Unternehmen: Ein Problem für den Onlinehandel und den Wirtschaftsstandort Deutschland
Als Onlinehändler seid ihr auf wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen angewiesen. Dazu gehören eine faire Besteuerung, effiziente Bürokratieprozesse und wettbewerbsfähige steuerliche Regelungen im internationalen Vergleich. Doch genau hier liegt das Problem: Deutschland hat eine der höchsten Steuerlasten für Unternehmen weltweit – und das betrifft besonders kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie E-Commerce-Betriebe.
Während andere Länder ihre Unternehmen steuerlich entlasten, bleibt Deutschland hinterher. Das erschwert es, wettbewerbsfähig zu bleiben, Investitionen zu tätigen und Arbeitsplätze zu sichern. Wie gravierend ist die Lage wirklich? Was muss sich ändern? Und welche Reformen sind notwendig? Das erfahrt ihr in diesem Beitrag.
📊 Steuerlast im internationalen Vergleich: Deutschland auf den hinteren Plätzen
Steuern sind einer der wichtigsten Standortfaktoren für Unternehmen. Wer in Deutschland wirtschaftet, muss jedoch feststellen: Die steuerlichen Rahmenbedingungen sind deutlich schlechter als in anderen Industrieländern.
💰 Steuerquote deutscher Unternehmen im Vergleich:
🔹 Deutschland: 30 %
🔹 OECD-Durchschnitt: 23,6 %
🔹 EU-Durchschnitt: 21,1 %
Zum Vergleich:
✅ USA: 21 %
✅ Österreich: 24 %
✅ Irland: 12,5 %
Das zeigt: Deutschland ist mit 30 % Steuerlast deutlich unattraktiver für Unternehmen als die meisten Industrieländer.
❗ Folge:
📉 Weniger Investitionen in digitale Infrastruktur und neue Geschäftsmodelle
📦 Mehr Kosten für Händler – sinkende Margen im Onlinehandel
🌍 Verlagerung von Unternehmenssitzen ins Ausland (z. B. Irland oder die Niederlande)
Gerade für Onlinehändler, die international tätig sind, bedeutet das einen klaren Wettbewerbsnachteil.
💡 Warum ist eine Steuerreform dringend notwendig?
Die aktuelle Steuerpolitik in Deutschland hat nicht nur finanzielle Auswirkungen, sondern bringt auch Bürokratie und unnötige Komplexität mit sich. Unternehmen verbringen jedes Jahr Hunderte von Stunden mit steuerlichen Pflichten, statt sich auf ihr Geschäft zu konzentrieren.
Notwendige Reformen im Steuerrecht:
1️⃣ Senkung der Unternehmenssteuer auf 25 %
Die Wirtschaft fordert eine Reduzierung der Gesamtsteuerlast von 30 % auf ein international wettbewerbsfähiges Niveau von 25 %. Das wäre ein erster Schritt, um Deutschland wieder attraktiv für Unternehmen zu machen.
2️⃣ Vollständige Abschaffung des Solidaritätszuschlags
Der Soli kostet die deutsche Wirtschaft jedes Jahr 12 Milliarden Euro – und wird überwiegend von Unternehmen getragen. Eine Abschaffung würde eine spürbare Entlastung für Onlinehändler und Selbstständige bringen.
3️⃣ Reduzierung der Körperschaftsteuer auf 10 %
Die Körperschaftsteuer ist eine der größten Belastungen für Kapitalgesellschaften. Eine Senkung würde mehr Liquidität für Investitionen und Digitalisierung schaffen.
4️⃣ Verbesserung der Verlustverrechnung & schnellere Abschreibungen
Unternehmen müssen Verluste besser verrechnen können, damit Investitionen langfristig möglich sind. Zudem sollte die degressive Abschreibung für Abnutzung (AfA) dauerhaft eingeführt und die Wertgrenze für geringwertige Wirtschaftsgüter von 800 € auf 5.000 € erhöht werden.
5️⃣ Bürokratieabbau im Steuerrecht
📌 Weniger Dokumentationspflichten (z. B. bei Kassenführung und GoBD)
📌 Digitalisierung von Steuerprozessen, um den Aufwand für Händler zu reduzieren
📌 Beschleunigung von Steuerprüfungen und verbindlichen Auskünften der Finanzverwaltung
Diese Maßnahmen würden die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen stärken und den Onlinehandel entlasten.
📦 E-Commerce in Deutschland: Eine Branche unter Druck
Onlinehändler kämpfen nicht nur mit hohen Steuern, sondern auch mit steigenden Kosten durch Bürokratie und internationale Handelshemmnisse. Besonders betroffen sind:
🚀 KMU und Marktplatzhändler:
- Hohe Kosten für Warenimporte und Lagerhaltung
- Steuerliche Benachteiligung gegenüber ausländischen Anbietern (z. B. aus China)
- Zu hohe Belastung durch Gewerbesteuer und Umsatzsteuerregelungen
🌍 Unternehmen mit internationalem Geschäft:
- Deutsche Händler zahlen mehr Steuern als internationale Konkurrenten
- EU-Unternehmen haben durch niedrigere Steuersätze einen Preisvorteil bei globalen Verkäufen
- Deutschland erschwert den grenzüberschreitenden Handel durch komplexe Steuersysteme
Wenn Deutschland im globalen Onlinehandel konkurrenzfähig bleiben will, muss das Steuersystem modernisiert werden.
🔮 Fazit: Deutschland braucht eine faire Steuerpolitik für Unternehmen
📉 Die Steuerlast deutscher Unternehmen ist im internationalen Vergleich zu hoch.
📦 Onlinehändler und E-Commerce-Unternehmen sind besonders betroffen.
🚀 Eine Senkung der Steuern und ein Abbau der Bürokratie sind dringend notwendig.
💡 Deutschland muss wirtschaftsfreundlicher werden, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.
👉 Die Politik steht hier in der Pflicht. Eine Steuerreform muss die Belastung für Unternehmen senken, Bürokratie abbauen und Investitionen fördern. Nur so kann der Wirtschaftsstandort Deutschland im internationalen Wettbewerb bestehen.
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